Das Leben und Sterben eines Masthuhns

Masthühner sind eine künstlich gezüchtete Hühnersorte, denen das Sättigungsgefühl fehlt. Es sind wahre Freßmaschinen, die anstatt nach 70 Tagen schon nach nur 32 Tagen ihr Schlachtgewicht von ca. 1,5 kg erreicht haben. Das hat verheerende Folgen für den Körperbau der Tiere: Knochen, Beinmuskulatur und Herz-Kreislauf-System sind für dieses schnelle Wachstum nicht geschaffen, so daß diese Tiere permanent unter entsetzlichen Qualen leiden, oft mit gebrochenen Knochen herumhumpeln, Atemnot haben oder einfach an Herzversagen oder Schmerzen sterben.

Die Knochen wachsen einfach viel langsamer als das Muskelfleisch und sind bald schon nicht mehr in der Lage, das hohe Körpergewicht zu tragen. Erst humpeln die Hühner, dann liegen sie nur noch herum. Irgendwann können sie gar nicht mehr aufstehen.
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Die Tiere, die nicht mehr aufstehen können, verdursten, weil sie nicht mehr zur Tränke gelangen. Etwa 8 % der Hühner kollabieren qualvoll noch vor ihrem 32 Lebenstag und verwesen zwischen Futter und Kot in der Enge der Ställe Seite an Seite neben ihren Leidensgenossen. Wer so "Lebensmittel produziert" begeht ein Verbrechen gegen die Schöpfung des Lebens und wer als Verbraucher diese "Produkte" konsumiert sollte sich über sein Tun und Handeln und über die Qualität dieser Lebensmittel bewusst sein.

Die Todesrate in der Hühnermast liegt bei mindestens 5 %. Das bedeutet, dass z.B. Wiesenhof mit insgesamt 1,6 Mio Mastplätzen pro Mastdurchgang 80.000 tote Hühner, also 2 ganze Hühnermasthallen zu entsorgen hat. Trotz dieser unvorstellbaren Menge an toten Hühnern ist das Geschäft lukrativ. Die Ausfälle sind von vornherein mit einkalkuliert.
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Schmerzen

Die Albert-Schweitzer-Stiftung klärt auf ihrer Seite zur konventionellen Hühnermast auf:

"Obwohl Masthühner in der Regel noch nicht einmal sechs Wochen alt werden, leiden die Tiere zum Schlachttermin regelmäßig an zahlreichen schmerzhaften Krankheiten. Besonders häufig sind:

Die Krankheiten tragen dazu bei, dass schon nach 30 bis 35 Tagen 6-7% der Tiere gestorben sind. Eine erschreckende Quote, die sich bei einer längeren Mast noch deutlich erhöhen würde. Ursachen sind einerseits die Zucht auf extrem schnelles Körperwachstum und die Ausbildung großer Muskelpartien an Brust und Schenkeln (»Qualzucht«), andererseits auch die mangelnde Bewegung, hervorgerufen durch die hohen Besatzdichten und fehlende Erkundungs- und Beschäftigungsanreize. Diese Bedingungen müssen in der EU jedes Jahr über 5 Milliarden Tiere über sich ergehen lassen – so hoch sind die Schlachtzahlen (Tendenz steigend)."

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Videos: Wie Masthühner gehalten werden

 

 

 

 

Was sagt die Politik dazu? Siehe: Diskussion im Niedersächsischen Landtag im Januar 2010. 

 

Medienberichte

 

Bericht über geplanten Schlachthof in Wietze (März 2010)

 


Bericht Celler Land Frischgeflügel in Wietze im Re… - MyVideo

Zeitungsartikel:

 

 Kampf gegen Mastanlage in Etelsen (April 2010)

 

 

weitere Videos von Bürgerinitiativen und Aktionen

 

Printmedien

 

 

Wiesenhofskandal: